Weniger Mädels, Frauen und Mädchen auf dem Sportplatz?

Aktualisiert: 10. Mai

Mir fällt schon länger auf, dass auf den Sportplätzen tendenziell viel Betrieb herrscht, aber der Mädchen und Frauenanteil recht klein ist. Bei Intervallen auf der Tartanbahn in der Heimat, stellte ich fest, dass um mich herum zwar viel Fußball gespielt wurde, in Trainingsgruppen und alleine, dass verschiedene Altersgruppen vertreten waren, sich jedoch keine andere Frau oder weibliche Person auf dem Gelände befand.

Diesen Eindruck teilte ich via Instagram. Herzlichen Dank für die zahlreichen konstruktiven Reaktionen, eigenen Eindrücke und Ideen. Natürlich sind das alles einzelne Ansichten und besonders mein eigener Eindruck ist nicht repräsentativ. Dennoch möchte ich die Diskussion auch hier nochmal aufmachen und die Antworten mit euch teilen.


Zum Glück hatten einige von euch einen andren Eindruck und berichteten von eigenen gemischten Laufgruppen und Frauen-Fußballmannschaften. Es gab auch sehr berechtigte Hinweise, dass Sport abseits vom Sportplatz stattfindet: Yoga, Judo, Handball, Laufgruppen und einzelen Läuferinnen in Parks, Reitsport und noch Vieles mehr. Nicht alle fühlen sich von den gleichen (sportlichen) Aktivitäten angesprochen und das ist bestimmt auch sehr normal und gut so. Vielleicht ist mein Blick, mit dem Fokus auf Unterschiede schon ein Anfang vom Problem?

Manche teilten allerdings meinen Eindruck und wunderten sich ebenfalls. Sie gaben zu bedenken, dass es „abschrecken“ kann als Mädchen oder Frau in eine vorwiegend männliche Gruppe zu gehen und auch, dass der Trainierinnenanteil zunehmen sollte.

Nicht überall ist das Angebot ausreichend, manchmal fehlt es an Vorbildern, an Unterstützung aus dem Elternhaus und zum Teil bedingen Mitgliedschaften den Zugang zu Sportplätzen.


Für mich gesprochen, kann ich nur sagen, wie sehr ich Bewegung mag und brauche, auf dem Sportplatz , aber überwiegend abseits davon und dass ich mich auf Sportplätzen sehr wohl fühle. Ich hatte das Glück von einem guten Angebot: Beim DLRG-Schwimmen in gemischten Gruppen mit Trainer und Trainerin, durch Förderung vom Frauenfußball beim BV Cloppenburg und recht heterogenen Gruppen in der Leichtathletik. Mehrere Jahre wurde ich als Leistungssportlerin zudem von einer Trainerin betreut. Außerdem darf ich auf meine Eltern zählen, die mich zu Trainings fuhren, mich (nach dem ich gezeigt hatte, dass ich an der Sache dran bleiben möchte, Stickwort "Wanderschuhe zum Laufen"...) ausrüsteten und mich vorallem machen ließen und heute noch lassen.


Mein erster Eindruck ist also nicht der richtige, zum Glück nicht.

Ein Stückchen Wahrheit scheint er jedoch dennoch mit sich zu bringen.