Neues Land, andere Situationen, aber stets glutenfrei im Trainingslager.

Aktualisiert: 17. Mai


glutenfrei in Norwegen

Südafrika, Norwegen, Usedom oder Portugal? Hotel, Ferienhaus, Halbpension oder Selbstversorgung und gemeinsames Kochen? Anreise mit dem Auto, dem Zug oder im Flugzeug? Die Orte, Umstände, Anreisen und Arten von Trainingslagern sind abwechslungsreich und haben alle ihre Vorteile, Reize und Tücken. Das gilt ganz besonders, wenn die glutenfreie Ernährung mit Grundvoraussetzung für erfolgreiches Training ist. Im Dezember durfte ich erstmals im Skilanglauftrainingslager die Ausdauergrundlagen für die kommende Saison legen. Nicht nur die Langlaufskier unter meinen Füßen waren neu, in Norwegen war ich zuvor auch noch nicht. Glutenfrei zu Reisen ist mehr nicht neu für mich und da nicht immer nahrhafte und glutenfreie Mahlzeiten bereitstehen, sind im Handgepäck wie selbstverständlich glutenfreie belegte Brote, Reiswaffeln, Nüsse und geschnittene Möhren, selbstgemachte Müsliriegel oder auch mal ein gekochtes Ei.


Manchmal muss man bei der Mit- und Einführung von bestimmten Lebensmitteln aufpassen, informiert euch also im Voraus, ob es Einschränkungen für bestimmte Länder gibt (oder esst einfach alles vor der Einreise auf). Flüssige Lebensmittel, auch Öle, Mus, oder Breis schaffen es nicht mit durch die Sicherheitskontrolle. Vorsicht ist zudem bei schnell verderblichen und empfindlichen Lebensmitteln geboten. So ist eine Banane wenig begeistert, wenn sie tief unten in der Tasche vergessen wird und Schokolade ist auch leichter zu essen, wenn sie keinen Platz direkt an der warmen Fußleiste im Zug hatte.


glutenfrei Reisen

Irgendetwas ohne Gluten findet man auf seinen Reisen, auf Speisekarten, beim Buffet oder im Supermarktsortiment immer, dass es stets nahrhaft und lecker ist, ist damit aber noch lange nicht gesagt. Erste Abhilfe ist aber immerhin geschaffen.

glutenfrei Reisen


Dennoch ist Vorsicht vor Kontamination geboten, besonders wenn es keine klaren Deklarationen gibt und es wenig Kenntnisse über Glutenunverträglichkeiten gibt. Insgesamt habe ich jedoch keine Befürchtungen gar nichts ohne Gluten zu finden. Die allbekannten Reiswaffen habe ich beispielsweise in jedem Land bisher entdeckt. Im Reisegepäck habe ich meistens einen kleinen Grundstock mit glutenfreiem Porridge und falls wir uns selbst versorgen, sind auch glutenfreie Nudeln und Teff Mehl dabei. Planung ist in jedem Fall nicht verkehrt: Mit Hotels und Pensionen kann man vorher Kontakt aufnehmen, für Flüge das Menü online (früh genug! 24-48h vorher) auf glutenfrei umstellen und Blogbeiträge mit Erfahrungsberichten vom Zielland gibt es hier und da auch.



In Sjusjoen, von wo aus wir unsere Skilanglaufeinheiten starteten, waren wir recht abgeschieden. Umgeben von einer Winterlandschaft war der nächste, einzige, etwa mittelgroße Supermarkt mit einem 20min Fußmarsch zu erreichen. Alle 3 Tage deckten wir uns mit dem ein, was wir benötigten, kochten und backten dann selbst in der Hütte.

Brotbacken im Trainingslager

Selbstversorgung bringt den großen Vorteil mit sich, zu wissen, was in dem Gericht ist und, mindestens genauso wichtig, was nicht. In dem Supermarkt war alles, was man braucht, zu finden. Es gab glutenfreie Nudeln, Mehlmischungen, verschiedene Kekse, Granola und Brote ohne Gluten und auch Vollkornreis- und Buchweizenmehl. Zusammen mit dem importieren glutenfreien Sauerteigansatz war dann auch frisches und vollwertiges Brot kein Problem. Manchmal ist zwar etwas Kreativität gefragt, aber mit Hummus anstelle vom Kicherebsenmehl schmeckte das Brot auch super.

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Mir bringt es richtig Freude zu entdecken, was ein Land für glutenfreie Produkte, Angebote auf Speisekarten und neue Backoptionen zu bieten hat.

Dass es in Norwegen für Personen mit Unverträglichkeiten recht unkompliziert sein soll, konnte ich auch feststellen:

im Bahnhofsrestaurant gab es fast alle Gerichte auch in glutenfreier Version, die Deklarationen waren klar und im kleinen Shop an der Loipe gab es neben den wenigen

frisch ernte

Produkten dennoch auch glutenfreie Basics. Meine Highlights waren Zimtschnecken und glutenfreier Plätzchenteig im Tiefkühlfach.



Mit ein wenig Neugier, ein paar Kompromissen, Kreativität etwas Vorbereitung und einer gewissen Hartnäckigkeit beim Nachfragen kommt man also fast überall zurecht. Nicht immer ist es toll Leckereien nicht probieren zu können oder die eh schon geringe Auswahl noch weiter zu verringern, gleichzeitig macht kann man richtig tolle Entdeckungen machen und auf neue Ideen gebracht werden.


Für das Trainingslager in Neuseeland war und ist das Mitbringen eigener Produkte nicht möglich, auch eine neue Erfahrung. Trotzdem habe ich die Zeit sehr gut überstanden, mit anstrengenden Trail -Läufen und selbst geernteten Zitronen. Und natürlich einigen gebackenen glutenfreien Broten.