Wie man trotz Unverträglichkeiten nichts vermisst.

Aktualisiert: 17. Mai

Ob es nun Gluten, Laktose, bestimmtes Obst oder Nüsse sind, es gibt viele Arten und Kombinationen von Lebensmittelallergien, lecker und gesund essen kann man trotzdem!


Probleme durch den Verzehr von Gluten, Laktose, Einfachzucker und Hühnerei, Kribbeln im Mund und Hals bei dem Genuss von Haselnüssen, Sonnenblumenkernen, Steinobst und bestimmten Apfelsorten, Ausschlag nach dem Essen von Tomaten und Atemnot durch eine Pecannuss oder eine Möhre: allein diese Beispiele kenne ich aus meinem näheren Umfeld und ich bin mir recht sicher, dass nahezu jeder und jede schon von ähnlichen Fällen gehört hat.


glutenfreie Lebensmittel

Wieso es zunehmend mehr Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien gibt, ist eine spannende Frage. Die Ansätze sind unterschiedlich und es gibt eine Vielzahl an Studien, von dem einen Grund oder der spezifischen Ursache dafür zu sprechen, ist vermutlich gar nicht möglich. Gut möglich ist es aber, einen passenden und gesunden Umgang mit Allergien und Unverträglichkeiten zu finden und dennoch nichts zu vermissen.


Ohne Gluten kann ich inzwischen ziemlich gut leben und natürlich auch laufen und Leistungssport betreiben. Genau genommen wird man sogar ein bisschen mehr gezwungen, sich mit dem Thema Ernährung intensiver zu befassen. Und das ist für sportliche Höchstleistungen ein nicht zu unterschätzender Faktor. Auch ohne den Ansporn schnell zu laufen, möchte ich mir durch den Verzicht auf Gluten nicht einen Teil meiner Lebensqualität nehmen lassen. Vieles kann sich selbst nach eigenen Bedürfnissen und Vorlieben auch ohne Allergene herstellen oder zum Teil in guter Qualität kaufen. Es ist wie bei vielen Dingen: Ausprobieren lohnt sich. Wie wäre es mit einem glutenfreien Brot und selbstgemachtem Pesto ggf. ohne Nüssen oder mit noch mehr Parmesan?


glutenfreies Brot selbst gebacken

Das selbst Herstellen von Leckereien und geschickte Weglassen von bestimmten Lebensmitteln klappt immer besser. Das gilt auch, wenn mit Freunden zusammen isst und nicht alle Lebensmittel vertragen werden.

Free-Bumblebee

Nicht immer muss alles eins zu eins ersetzt werden. Ab und an fehlt dem Teig oder dem Gericht nichts, wenn zum Beispiel mal kein Ei drin ist (Hier kommt es natürlich auf das Gericht an!). Gleiches gilt für manche Rezepte mit bestimmten Nüssen, oder auch Aromen und Zucker. Das alles ist sicherlich von Rezept zu Rezept unterschiedlich, dennoch sehe ich Rezepte inzwischen eher als Vorschläge, Hilfe und Inspiration und weniger als Vorgaben. Mit etwas Erfahrung ist schnell zu merken, was wie wichtig für das gewünschte Ergebnis ist und was eben nicht.

Die Alternativen und Ausweichmöglichkeiten sind schon jetzt sehr groß und es werden immer mehr. Wenn es um Back- und Kochzutaten geht, kann man schon sehr viel in veganen, aber auch soja- oder laktosefreien Varianten bekommen.

So ist es möglich Laktose und auch Milcheiweiß zu meiden, ohne es geschmacklich sonderlich zu merken (nur zum Teil im Preis. Zugegeben, Ersatzprodukte können recht teuer sein.) Mit etwas Kreativität kann man aber auch ohne spezifische Ersatzprodukte sehr leckere und verträgliche Ergebnisse erzielen. Eine Banane, Apfelmark oder ein Mus aus getrockneten und dann eingeweichten Datteln können in süßen Speisen als Bindemittel und Zuckerausgleich dienen und beispielsweise schmeckt statt Nusskrokant auch feines Hafer-Granola am Frankfurter Kranz.


Produkte, welche bestimmte Allergene bewusst nicht enthalten, sind nicht nur im Angebot schon sehr vielseitig, auch die Zugänglichkeit hat stark zugenommen. Inzwischen haben sogar einige Discounter eine beachtliche Auswahl an Lebensmitteln, welche speziell für Menschen mit Unverträglichkeiten konzipiert wurden. Das

glutenfreier Wrap

Es gibt aber auch viele Dinge und leckere Rezepte, die von sich aus kein Gluten oder keine Laktose oder keine Nüsse, oder kein Sellerie oder, oder, oder enthalten. Es lohnt sich in der Runde kurz abzuklopfen, was auf den Speiseplan darf und was lieber nicht. Man kann nahezu immer einen Nenner finden und lecker und problemlos zusammen schlemmen. Wie wäre es zum Beispiel mit Ofengemüse? Ein Beitrag dazu ist auch auf dem Blog zu finden.

<-- Hättest du gedacht, dass der Wrap-Boden aus Möhren, das "Hähnchen" aus Erbsen und der "Jogurt" aus Soja ist? Auf jeden Fall war es richtig lecker...